Mittwoch, 22. November 2017

Gemma Dress - MMM

Als die neue Herbstschnittmusterkollektion von named vorgestellt wurde  fiel mir sofort der Gemma Sweater auf. Vermutlich leuchtete mich einfach das gelb so freundlich an dass ich den Schnitt gleich toll fand und bestellte.
Erst danach schaute ich mir das Kleid näher an, dass in dem Schnitt auch enthalten ist. Nicht dass ich Bedarf an einem Samtkleid hatte, aber der Anblick des Modellkleides erinnerte mich an einen samtig beflockten Baumwolljersey der schon Jahre in meinem Lager liegt.




Gekauft im Dänemarkurlaub bei Stoff und Stil und mich danach immer gefragt wieso ich im Sommerurlaub flauschigen Jersey gekauft habe... aber bei keiner Ausmistaktion kam der Stoff weg, irgendwie sind es eben doch meine Farben. 





Für ein Testkleid erschien er mir geeignet, griffig genug und nur wenig Elasthan, damit ich ihn mit einem schwarzem Romanitjerseyrest ohne Nervenzusammenbruch zu dem gepuzzelten Oberteil zusammensetzen konnte.




Allerdings wollte ich dann doch kein langes und auch kein schmales Kleid und habe es etwas alltäglicher kniekurz und mit leicht ausgestelltem Rock zugeschnitten.




Das erstemal Ausgang hatte das Kleid am Wochenende in Köln beim wunderbaren Nähbloggertreffen und was soll ich sagen, sowohl tagsüber als auch auf der Heimreise im Zug hat es sich bewährt und ich habe mich rundum wohlgefühlt. 




Die überschnittenen Schultern und die Konstruktion des Oberteils gefallen mir, einem Sweater nach diesem Schnitt steht also nichts mehr im Wege.




Eine wunderbare Fotografin hatte ich in Köln auch, Frau Küstensocke war so lieb und hat das Kleid so schön in Szene gesetzt. Vielen herzlichen Dank dafür!

Meine Reisebegleitung durfte nicht nur im Hintergrund animieren sondern auch noch mit ins Bild ... na ...


yeah ...


genau ... Elke war dabei




und rund 50 andere Nähbegeisterte waren auch in Köln ... einfach schön so eine Treffen mit Gleichgesinnten. Danke an alle Organisatorinnen!
Auch Dodo die den MMM heute eröffnet hat sich im Hof der alten Feuerwache in Köln fotografieren lassen. Eine sehr schöne Lokation (nicht nur für Fotos).

Mittwoch, 1. November 2017

Ravello - MMM

Über ein Jahr hat es gedauert bis ich meinen Ravello (Strickmuster von IsabellKraemer) fertig gestrickt habe. 

Mehr als einmal stand ich mir dabei sozusagen selber im Weg.




Schon der Anfang war nicht schnell gemacht. Ich habe die Wolle samt Anleitung und einer langen Rundstricknadel mit in den Urlaub genommen und erst beim Maschenanschlag bemerkt dass ich da mit meiner langen Rundstricknadel nicht weit komme. Hatte ich bisher nur Jacken gestrickt und mir da keine Gedanken über die Seilllänge machen brauchen war das Stricken von oben nach unten bei dem Pullover doch eine ganz andere Anfangssituation.




Dann wurde zuerst im Urlaub nicht gestrickt und in Montpellier habe ich mir dann ein Nadelspiel gekauft. Es gab in dem kleinen Laden leider nur Standard Prym Metallnadeln, das war mir erst mal egal, hauptsache ich konnte endlich anfangen.




Die Wolle ist von drops, Baby Alpaca Silk, ganz wunderbar weich und kuschelig. Die Farben, hellgrau, grün, grau, eine gute Entscheidung!
Aber .... im Hochsommer in Südfrankreich .... ja, schön kuschelig zu stricken.
Dann noch das erstemal verkürzte Reihen, ausnahmsweise mal warme Hände, dank Hitze und kuscheliger Wolle und dann Metallnadeln und das im Auto wo man doch alle 2 Minuten aus dem Fenster schaut um auch was von der Landschaft zu sehen.
Ihr ahnt es schon, die ersten Reihen waren mehr Qual als Freude. Es wurde sehr wenig gestrickt letztes Jahr im Sommerurlaub!

Dann musste ich zwischendurch zur Entspannung erst mal ein Tuch stricken :-)

Der Rumpf wurde dann doch in erträglicher Zeit fertig, dabei habe ich versucht bei den obersten drei Reihen hinten beim Farbübergang die "Treppchen" durch das auslassen der ersten Masche zu mildern (nach diesem Tutorial STATIONARY JOGLESS STRIPES).




Auf die Nähe nicht perfekt, aber ich denke in der Entfernung fällt es nicht wirklich auf.




Dann fehlten ja noch die Ärmel, wie um mich zu bestrafen hab ich alles mit dem in Frankreich gekauften Metallnadelspiel gestrickt, schließlich hatte ich es extra dafür gekauft und es war im Strickbeutel und ein anderes Nadelspiel hätte ich ja erst suchen müssen. Und überhaupt wußte ich zwischendurch nicht mehr welche Größe ich angeschlagen hatte (wieso hat das am Anfang keiner markiert?). 




Ihr ahnt es schon, die Ärmel waren fast fertig und ich war mit der Passform zufrieden, sollte dann aber entscheiden was ich mit dem Ausschnitt machen möchte und das Strickstück blieb wieder liegen. Der Originalpullover hat einen recht weiten U-Boot- Ausschnitt und der wollte nicht so recht  zu meiner kuscheligen Wolle passen. Als Alternativen werden ein i-cord bind-off oder aber Rippbündchen vorgeschlagen.
Endlich die vier Reihen Rippbündchen gestrickt kam ich auf die Idee tubular bind-off (was ich kurz zuvor bei Constanze auf Instagram gesehen hatte) anzuwenden. 




Wie ihr hier sehen könnt habe ich das wieder rückgängig gemacht (und das hat auch nach nur 10 Maschen keinen Spaß gemacht. Die dünne Wolle, das erstemal tubular bind-off und ich wir passten nicht zusammen) und klassisch im Muster abgekettet.

Glücklicherweise musste nichts zusammengenäht werden da das ganze ja in einem Stück gestrickt wird.

Nächster fail: beim stricken hatte ich immer in Kopf wie gut der fertige Pullover zu meinem grünen Every Day Skirt passen würde ... 



Puh ... das geht gar nicht zusammen ... zum Glück gibt es Jeans, dazu passt ja bekanntlich fast alles 



und dann ist da noch meine graue Basic-Anemone.



Und wer bis hier durchgehalten hat, dem sei gesagt, trotz den ganzen Widrigkeiten ... 
ich LIEBE diesen Pullover und werden ihn vermutlich den halben Winter nicht mehr ausziehen :-)

Danke fürs vorbeischauen und lesen und kommentieren und Danke an Christiane, dein fertiger Ravello hat mich nochmal angeschubst endlich auch fertig zu werden.

Und jetzt zum MMM, Thema heute "Alltagskleidung", da passt so ein gestreifter Pullover doch prima hin, denn ... Streifen gehen immer!